Logo of International Village School.
Menu

IB Middle Years Programme (MYP)

Wo die Neugier der Grundschule auf die Anforderungen echter wissenschaftlicher Sorgfalt trifft.
An der International Village School knüpft das IB Middle Years Programme nahtlos an das PYP an. Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 10 (im Alter von 11 bis 16 Jahren) befassen sich in praxisnahen Kontexten mit acht Fachbereichen, lernen, Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen – und nicht nur für die Lerninhalte –, und führen zwei eigenständige Projekte durch, die durch keine schriftliche Prüfung ersetzt werden können.

Was Ihr Kind lernt

Der Lehrplan des IB MYP strukturiert das Lernen anhand von sechs „globalen Kontexten“ – realitätsnahen Bezugsrahmen, die jedes Fach mit Aspekten verknüpfen, die Schüler auch außerhalb der Schule wahrnehmen, hinterfragen und auf die sie einwirken können. So könnte sich eine Unterrichtseinheit in Mathematik mit der Gerechtigkeit bei der Verteilung von Ressourcen befassen, während eine Einheit in den Naturwissenschaften die Folgen technischer Innovationen untersucht. Dieselben Fächer – doch mit einem klareren Ziel.

Die sechs globalen Kontexte

Decorative underline.
Identitäten und Beziehungen
Wer die Schüler sind, wie sie sich mit anderen vernetzen und was sie während der Adoleszenz prägt.
Persönlicher und kultureller Ausdruck
Wie Menschen kulturübergreifend Bedeutungen durch Sprache, Kunst und Kreativität vermitteln.
Orientierung in Raum und Zeit
Die historischen, geografischen und gesellschaftlichen Kräfte, die die Welt auch heute noch prägen.
Wissenschaftliche und technische Innovation
Wie Wissenschaft und Technologie das menschliche Leben verändern – und die Verantwortung, die mit diesem Wandel einhergeht.
Fairness und Entwicklung
Die Verteilung von Rechten und Chancen auf verschiedene Gemeinschaften – und was Schülerinnen und Schüler dazu beitragen können.
Globalisierung und Nachhaltigkeit
Die Systeme, die Menschen, Volkswirtschaften und die Umwelt miteinander verbinden, und was es bedeutet, innerhalb dieser Systeme verantwortungsvoll zu handeln.

Die acht Fachgruppen

Acht Fachgruppen stellen sicher, dass die Schülerinnen und Schüler während des gesamten MYP eine breit gefächerte und ausgewogene Bildung erhalten. Jedes Fach wird mindestens 50 Stunden pro Jahr unterrichtet, wodurch eine echte inhaltliche Vertiefung statt einer bloßen oberflächlichen Behandlung der Themen ermöglicht wird.
Sprache und Literatur:
Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Fähigkeiten im kritischen Lesen und analytischen Schreiben sowie die Kompetenz, Texte unterschiedlichster Formen und Kontexte zu interpretieren.
Spracherwerb:
Eine Zweitsprache wird nicht nur wegen des Wortschatzes oder der Grammatik erlernt, sondern auch wegen des kulturellen Verständnisses, das mit echter Kommunikation zwischen verschiedenen Gemeinschaften einhergeht.
Individuum und Gesellschaft:
Geschichte, Geografie, Wirtschaft und Sozialkunde werden als miteinander verknüpfte Disziplinen und nicht als isolierte Fächer unterrichtet.
Naturwissenschaften:
Im Mittelpunkt steht die experimentelle Untersuchung. Die Schülerinnen und Schüler planen, erproben und werten aus – sie entwickeln wissenschaftliches Denken, anstatt lediglich auswendig gelernte Inhalte wiederzugeben.
Mathematik:
Abstraktes Denkvermögen wird parallel zur Anwendung in der Praxis entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Probleme zu modellieren, anstatt sie lediglich zu lösen.
Kunst:
Bildende Kunst, Musik, Theater und andere kreative Disziplinen werden mit derselben Sorgfalt und Strenge bewertet wie jedes akademische Fach.
Sport- und Gesundheitserziehung:
Körperliche Entwicklung, Gesundheitskompetenz und Gewohnheiten, die das langfristige Wohlbefinden fördern, sind fester Bestandteil des Lehrplans an der IVS und haben denselben Stellenwert wie jeder andere Fachbereich.
Design:
Im Fach Design (MYP) entwickeln sich die Schülerinnen und Schüler von Beobachtern der Welt zu deren aktiven Gestaltern. Der Design-Zyklus vermittelt ihnen, wie man ein reales Problem erkennt, dazu recherchiert, eine Lösung entwickelt und anschließend ehrlich bewertet, ob diese erfolgreich war. Am IVS deckt der Design-Bereich sowohl digitales Design als auch Produktdesign ab; unterstützt wird dies durch ein eigenes Design-Labor sowie einen Makerspace, in denen Ideen vom Konzept bis zum funktionsfähigen Prototypen umgesetzt werden.

Dienst als Handlung

„Service as Action“ ist an der IVS kein eigenständiges Programm. Es zieht sich als natürliche Ergänzung des Unterrichts durch alle Jahrgangsstufen des MYP. Wenn sich Schüler im Fach „Individuen und Gesellschaften“ (Individuals and Societies) mit Themen wie Fairness und Entwicklung auseinandersetzen, schließt sich im MYP unmittelbar die Frage an: Was wirst du konkret unternehmen? Die Schüler erkennen reale Bedürfnisse in ihrem Umfeld, werden auf dieser Grundlage aktiv und reflektieren, welche Erkenntnisse dieser Prozess über Verantwortung und ihre eigene Rolle in der Welt vermittelt.

Das Gemeinschaftsprojekt und das persönliche Projekt

Decorative underline.
Das MYP umfasst zwei charakteristische Meilensteine, die durch keine schriftliche Prüfung nachgebildet werden können.
Das „Community Project“ wird in der 8. Klasse durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler identifizieren einen Bedarf in ihrem Umfeld, planen und setzen eine entsprechende Maßnahme um und dokumentieren den gesamten Prozess. Das Projekt erfordert einen Zeitaufwand von mindestens 15 Stunden und kann sowohl einzeln als auch in Kleingruppen absolviert werden. Hier erleben die Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal, was es bedeutet, ein selbst erkanntes Problem bis hin zu einem konkreten Ergebnis zu bearbeiten – von Anfang bis Ende und in eigener Regie.
Das „Personal Project“ wird in der 10. Klasse, also am Ende des MYP, durchgeführt. Jeder Schüler wählt eigenständig ein Thema von persönlichem Interesse aus, bearbeitet es über einen längeren Zeitraum und erstellt sowohl ein konkretes Ergebnis als auch einen 15-seitigen Reflexionsbericht. Dieser Bericht wird extern durch das IB moderiert, wodurch für alle Schüler ein weltweiter Standard gewährleistet wird. Für die meisten Schüler ist dies die anspruchsvollste eigenständige Arbeit vor Beginn des Diploma-Programms. Zudem ist sie der deutlichste Maßstab dafür, welche Entwicklung die Schüler im Verlauf des MYP durchlaufen haben.

Häufig gestellte Fragen

Decorative underline.

Die Leistungsbewertung im MYP erfolgt auf der Grundlage von Kriterien. In jedem Fach werden vier Bewertungskriterien angewandt, die auf einer Skala von 1 bis 8 bewertet werden; die Lehrkräfte beurteilen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler im Laufe des Schuljahres anhand von Projekten, Untersuchungen und fachspezifischen Aufgaben. In der 10. Klasse können die Schülerinnen und Schüler an extern bewerteten „eAssessments“ des IB teilnehmen, die zum Erwerb des IB-MYP-Zertifikats führen. Das „Personal Project“ (persönliches Projekt) wird als verbindlicher Bestandteil an allen MYP-Schulen extern durch das IB moderiert.

Für Eltern, die mit dem CBSE-System oder staatlichen Schulsystemen vertraut sind, ist der Unterschied sofort erkennbar. Es gibt keine einzelne, entscheidende Abschlussprüfung am Ende der 10. Klasse. Die Kompetenz der Schülerinnen und Schüler bemisst sich vielmehr daran, was sie über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg unter Beweis stellen, und nicht daran, was sie in einer dreistündigen Prüfung wiedergeben können.

Das CBSE-Sekundarschulsystem schreibt nationale Lehrinhalte vor, wobei die Leistungen der Schüler durch zentrale Prüfungen am Ende der 10. Klasse bewertet werden. Beim IGCSE wird jedes Fach eigenständig durch Abschlussprüfungen am Ende des Schuljahres geprüft, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der inhaltlichen Tiefe der einzelnen Fächer liegt. Das MYP verfolgt einen anderen Ansatz: Acht Fachgruppen werden im Rahmen von sechs „globalen Kontexten“ (Global Contexts) unterrichtet, sodass jede Lerneinheit an eine praxisrelevante Fragestellung anknüpft, anstatt sich an einer reinen Inhaltsliste zu orientieren. Die Bewertung der Schüler erfolgt danach, wie sie ihr Wissen anwenden können, und nicht danach, wie präzise sie es wiedergeben. Einen detaillierten Vergleich aller vier Bildungssysteme finden Sie auf unserer Seite „IB im Vergleich zu IGCSE, ICSE und CBSE“.
Ja. Die Association of Indian Universities (AIU) erkennt das IB MYP an; das bedeutet, dass Schüler bei Bedarf nach der 10. Klasse in indische Programme der Sekundarstufe II (Higher Secondary) wechseln können. Für die meisten IVS-Familien ist das MYP eher eine Etappe auf einem längeren Bildungsweg innerhalb des IB-Systems als ein eigenständiger Abschluss.
Ja. Die Anerkennung durch die AIU bedeutet, dass das MYP von indischen Universitäten als gleichwertig mit der 10. Klasse anerkannt wird. Dies gibt Schülern die Möglichkeit, bei Bedarf in das CBSE-, ISC- oder ein staatliches Schulsystem zu wechseln. Das MYP fördert eigenständige Lerngewohnheiten, ausgeprägte Recherchekompetenzen sowie die Fähigkeit, umfangreiche akademische Aufgaben zu bewältigen. Schüler, die diese Kompetenzen in ein neues System einbringen, finden sich dort meist schnell zurecht.
Weitere häufig gestellte Fragen

Manche Dinge sieht man besser, als dass man sie liest.

Decorative underline.
Die Führungen finden das ganze Jahr über statt und werden von Studierenden sowie Lehrenden des IVS geleitet. Die Teilnehmerzahl pro Führung ist begrenzt; buchen Sie daher frühzeitig.
The brand logo of International Village School.
Map Icon.
chevron-down